Lüneburgs großer Finaleinsatz: Kann der Außenseiter Friedrichshafen endlich stoppen?
Maximilian BrandtNeue Volleyball-Kraft: Nun will Lüneburg den ersten Titel - Lüneburgs großer Finaleinsatz: Kann der Außenseiter Friedrichshafen endlich stoppen?
SVG Lüneburg trifft im Finale des DVV-Pokals am kommenden Samstag in Mannheim auf den VfB Friedrichshafen. Für die Lüneburger ist es das vierte Endspiel in Folge – doch die bisherigen drei Aufeinandertreffen mit dem gleichen Gegner endeten jeweils mit einer Niederlage. Diesmal will das Team die Serie durchbrechen und den ersten Titel der Vereinsgeschichte holen.
Für Friedrichshafen würde ein Sieg den Rekord auf 18 Pokalsiege ausbauen und ihre Position als erfolgreichster Verein in der Geschichte des Wettbewerbs weiter festigen.
Lüneburgs Weg ins Finale war geprägt von Beharrlichkeit und Ehrgeiz. Aktuell Zweiter in der Bundesliga hinter den Berlin Volleys, hat der Klub seit dem Aufstieg in die erste Liga 2014 einen rasanten Aufstieg hingelegt. Der Höhepunkt folgte 2021 mit dem Einzug ins Finale des CEV-Pokals sowie dem Viertelfinale der Champions League.
Unter Cheftrainer Stefan Hübner, der seit 2014 im Amt ist, durchlief die Mannschaft tiefgreifende Veränderungen. Trotz des Abgangs von zehn Leistungsträgern 2024 und 2025 formte er ein neues Team mit jungem Talent. Ein Aushängeschild dieser Saison ist der 18-jährige Diagonalangreifer Axel Enlund, dessen Auftritte der Mannschaft frischen Schwung verleihen.
Ein besonderer Motivationsschub kam Ende Januar 2027: Lüneburg besiegte den polnischen Top-Klub Asseco Resovia Rzeszów – der erste Sieg gegen einen Vertreter der weltweit stärksten Liga.
Doch Friedrichshafen bleibt eine harte Nuss. Mit 17 Pokalsiegen – darunter drei Finalerfolge gegen Lüneburg (2015, 2019, 2022) – ist der Rekordmeister einmal mehr der Favorit. Erfahrung und Tradition sprechen für die Schwaben.
Die Lüneburger Fans stehen hinter ihrem Team: 1.200 Anhänger werden in Mannheim erwartet, davon 500 mit einem Sonderzug – ein Zeichen für die wachsende Fangemeinde und den Willen, das Finaltrauma endlich zu überwinden.
Am 28. Februar fällt die Entscheidung: Schafft Lüneburg den lang ersehnten Triumph, oder schreibt Friedrichshafen mit dem 18. Titel erneut Geschichte? Ein Sieg der Norddeutschen wäre die Krönung eines beispiellosen Aufstiegs, ein weiterer Coup der Schwaben würde ihre Vormachtstellung im deutschen Volleyball unterstreichen.






