04 March 2026, 04:17

DM startet Online-Apotheke – doch die Lizenz kommt aus Tschechien

Ein blauer Hintergrund mit weißer Schrift und einem Logo, das '19 Millionen Amerikaner werden geschätzte 400 USD pro Jahr an Rezeptkosten sparen' lautet.

DM startet Online-Apotheke – doch die Lizenz kommt aus Tschechien

Deutsche Drogeriemarktkette DM steigt in den t online-Apothekenhandel ein

Die deutsche Handelsgruppe DM hat Ende Dezember ihre digitale Apothekenplattform gestartet und bietet Kunden damit die Möglichkeit, rezeptfreie Medikamente über die Unternehmenswebsite zu erwerben. Der Service wird jedoch unter einer tschechischen Lizenz betrieben, was eine Debatte über regulatorische Hürden in Deutschland ausgelöst hat.

Die dm-Online-Apotheke wird derzeit über einen lizenzierten Partner in Tschechien abgewickelt. Vorstandschef Christoph Werner betont, dass diese Lösung alle rechtlichen Vorgaben erfülle. Gleichzeitig äußerte er den Wunsch, den Betrieb lieber in Deutschland anzusiedeln – was jedoch durch die geltenden Gesetze verhindert werde.

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Der Vorstoß in den digitalen Gesundheitsmarkt erfolgt vor dem Hintergrund größerer Herausforderungen im deutschen System. Werner verwies auf steigende Kosten, wachsende Bundeszuschüsse für die Krankenversicherung und eine alternde Bevölkerung als zentrale Belastungsfaktoren. Der Online-Service soll traditionelle Apotheken entlasten und gleichzeitig die Nachfrage nach zugänglicher Gesundheitsversorgung bedienen.

Trotz der Expansion haben jüngste Gesetzesänderungen in Deutschland das Wachstum grenzüberschreitender Online-Apotheken nicht direkt beeinflusst. Reformvorschläge der letzten fünf Jahre konzentrierten sich stattdessen darauf, die Anerkennung ausländischer Apothekerqualifikationen zu beschleunigen, um dem Fachkräftemangel im Inland entgegenzuwirken.

DM zielt mit seiner Online-Apotheke auf Lücken im deutschen Gesundheitssystem ab – von demografischen Verschiebungen bis hin zu überlasteten Dienstleistungen. Die tschechisch basierten Aktivitäten des Unternehmens bleiben zwar rechtlich einwandfrei, doch Werner setzt sich für Reformen ein, die heimische Online-Verkäufe ermöglichen würden. Bis dahin können Kunden rezeptfreie Arzneimittel über die Plattform beziehen, während die regulatorischen Diskussionen weitergehen.